Gesangsunterricht im Herzen Berlins mit Mike Rubin
 
Checkliste Gesangstraining
 

 

 

 

 

 


 

 

 

Studioaufnahmen im Gesangsunterricht mit hochwertigen Mikrofonen

 

 

 

 

 

 

 

 

  Körperhaltung
Wenn der Sänger dasteht, als hätte er ein Lineal verschluckt, so ist es schwierig möglich in dieser Haltung eine elastische Tongebung zu haben. Die Elastizität eines Sängers fängt bei den Fußspitzen an. Die Grundhaltung sollte niemals eine „angenagelte“ sein. Das rechte oder linke Bein sollte man leicht vorstellen (Standbein und Spielbein der griech. Skulptur) oder die Füße parallel und etwa schulterbreit auseinander stellen. Das Gewicht des Körpers kann jederzeit zur Ablösung von links nach rechts und umgekehrt verlagert werden.
Was ein Sänger auch unbedingt lernen muss, ist, seinen Kopf richtig zu tragen. Der Kopf muss nach dem Gefühl ganz allein von den Nackenmuskeln getragen werden, entspannt auf dem Hals sitzen. Der ganze Hals, bis auf diese Nackenmuskeln, ist völlig entspannt zu denken, ist Luft, ist einfach nicht vorhanden. Man denke sich den mittelsten Punkt im Nacken, da wo die Haare am Hinterkopf beginnen, ganz leicht fixiert – fixiert durch Aufmerksamkeit. Als Bild stelle dir vor als ob man die Kopfhaltung ausbalancieren würde, wie als wäre man eines der drolligen Hündchen, die einmal angetippt Minutenlang mit dem Kopf wackeln. Oder, dass am höchsten Punkt deines Kopfes ein Faden befestigt ist, durch den dein ganzer Körper aufgerichtet wird.Niemals darf der Kopf von den vorderen Halsmusklen getragen oder gehoben werden, niemals dürfen sie beim Üben irgendwie in Aktion treten oder empfunden werden.
Die Schultern weder nach oben ziehen noch nach vorn hängen lassen. Die Augen sind nach vorn gerichtet. Die Zunge liegt natürlich im Mund, der Unterkiefer ist locker, geradezu schlenkernd lose. Der durch sein Eigengewicht herabfallende, von den Muskeln nicht mehr gehaltene Kiefer ist eine wunderbares Vorbild.
Die Elastizität in der der ganze Körper schwingen sollte, muss im Gefühl des Sängers immer deutlicher werden. Vor den Übungen ist ein befreien von jeder Hemmungsempfindung oder Verkrampfung durch bewußtes „Abschütteln“ ratsam.

Atmung
Dschuang Dsi (400 v.Chr.): „Die wahren Menschen holen ihren Atem von ganz unten herauf, die gewöhnlichen Menschen atmen nur mit der Kehle. Die wahren Menschen atmen mit den Fersen!“

Auspusten: Vor jeder Übung, damit Platz für frische Luft geschaffen wird, entspannt auspusten. Schon Caruso hat die Wichtigkeit des „Auspustens“ erkannt und seinen Schülern vermittelt.
Pause: Vor der Einatmung kurz innehalten, um sich innerlich auf die kommende Übung vorbereiten zu können. Die meisten versuchen schnell zu arbeiten und es dem Lehrer schnell recht zu machen, das ist nicht die richtige Vorgehensweise. Jeder sollte sich die Zeit nehmen die er braucht.
Einatmung: Die Einatmung kann durch die Nase oder durch den Munderfolgen. Die Atmung durch die Nase ist die gesündeste. Die Bauchatmung ist der Brustatmung vorzuziehen. Die Schultern müssen bei der Einatmung ruhen, nicht hochziehen!

Luft Einteilen
Schon bei der Einatmung darauf achten wieviel Luft für die folgende Übung nützlich ist. Nicht zuviel Einatmen und vor dem nächsten Einatmen, überflüssige, nicht verbrauchte Luft entspannt auspusten.

Innere Weite schaffen
Darauf achten, bei der Einatmung im Mund- und Rachen-, Hals-, Lungenbereich weit zu werden. Verkrampfungen versuchen bewußt zu lösen und zu lockern. Weitung des Schlundes ist einfaches Lockerlassen aller Organe wie bei einer ruhigen Einatmung – keine Tätigkeit, kein krampfiges Wollen oder Aufsperren – sondern mehr Relaxieren statt Energetisieren. Je mehr Raum du in dir schaffst um so bessere Resonanzräume stehen zur Verfügung.

Einstellen
Bevor der erste Ton gesungen wird, Geist und Gedanken auf den ersten Ton einstellen. Beispiel: Tiefe Töne = Lächelstellung, Hohe Töne = Staunstellung (sind keine festen Regeln).

Töne stützen
Ein Ton stützen heißt, nur soviel Luft an die Stimmbänder zu geben, wie es für einen bestimmten Ton notwendig ist. Beim Singen unkontrollierte Luftabgabe vermeiden. Das hauchige Singen sollte nur als Stilmittel eingesetzt werden und ist bei Übungen grundsätzlich zu meiden. So wenig Luft abgeben wie möglich, nur soviel wie nötig.
Bild: Sich vorstellen, dass am tiefsten Einatmungspunkt ein Gewicht auf dem Zwerchfell liegt. Dieses Bild soll verhindern, dass das Zwerchfell zu schnell oder zu unkontrolliert steigt. Die Bauchmuskulatur sollte diese Kontrolle unterstützen.

Bei hohen Tönen besonders viel Weite schaffen
Je höher die zu singenden Töne, desto weiter kann meist der Mund-/Rachenraum werden. Beim Gähnen stellt sich das Gaumensegel automatisch auf. Die Vorstellung davon hilft, die nötige Weite zu schaffen.

In die Weite gehen
Der gesungene Ton entsteht in der Resonanz des eigenen Körpers, also im Brustkasten und Kopf und nicht im Außenraum, wohin der Sänger sich richtet. Unser Körper ist gleichzeitig Instrument und Resonanzkasten, auf dem wir zu spielen lernen. Den Ton gelegentlich gedanklich in der Weite fühlen, um sich herum fühlen, hilft beim Vortrag sich mit der Umgebung vertrauter zu machen. Den Raum im liebevollen Sinne für sich einzunehmen, mit sich und seiner Stimme und Präsenz zu füllen macht den Vortrag oftmals tiefgründiger.

Den Ton führen
Der Ton wird an einer geistigen vorausahnenden Melodielinie entlang geführt.

Tonsitz
Obere Schneidezähne: Der Sitz der Tone kann kurz hinter den oberen Schneidezähnen sein. Variabel bleiben.
Den Ton in die Stirn schicken: Den Ton an einer gedachten Linie in die Stirn schicken (in die Maske singen).
Den Ton am weichen Gaumen fühlen: Die klangliche Empfindung, das „Sitzgefühl“ des Sängers dabei ist wesentlich im Nasenrachen-Gaumen-Bogen lokalisiert.

Lage der Zunge
Die Zunge sollte nie in einer Position eingefroren werden. Damit wäre eine klare Artikulation unmöglich. Drückt man die Zunge herunter wird die Masse in dem hinteren Bereich in den Rachen gedrückt. Dadurch entsteht keine Weite im Rachen. „Die Phonation des Sängers geschieht im Rachen NICHT im Mund (Alan Lindquest).“ Wenn die Zunge wie in der „ng“-Position auf natürliche Art und Weise nach oben gewölbt ist, kann der Sänger die Vokale deutlich artikulieren.

Aufmerksamkeit
Die Konzentration erst nach Beendigung der Übung auflösen, d.h. die Aufmerksamkeit und die Energie, die für eine Übung nötig sind, verschaffen uns eine gute Tonführung.

Ton durch den ganzen Körper lassen
Durch Körperhaltung, Öffnung der Resonanzräume und die natürliche Spannung sowie Lockerheit der Muskulatur dafür sorgen, dass der Ton zum klingen gebracht wird.
Der ganze Körper ist das Instrument!

Tip: Musik im "hohlen Körperraum". Wir stellen uns den Körper als großen Raum vor (wie eine Kirchenhalle), in welchem die Musik hallt. Wir empfinden die Töne als reinigend und engergetisierend.

Allgemeiner Hinweis: Es ist einfacher, mit einem Gesangslehrer zu arbeiten, der dich beobachten und korrigieren und dich darüber hinaus immer wieder motivieren kann. Wenn du allein arbeitest, musst du aus diesen Gründen noch aufmerksamer und disziplinierter sein als mit einem Coach.

 


 

Impressum und Kontakt

Mike Rubin
Rubin Music & Publishing
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